Kabupaten Lampung Timur

Kreis Lampung Ost (Kabupaten ist vergleichbar wie ein deutscher Kreis) befindet sich im Provinz Lampung an den Südgipfel der Insel Sumatra, Indonesien. Die Kreisstadt ist Sukadana. Die jetzige Kreispräsidentin ist Frau Chusnunia Chalim. Sie hat ihr Master in Deutschland absolviert.

Der Kreis ist eine Vergroßerung vom Kreis Lampung Mitte, seit 1999 ein separater Kreis. Lampung Timur hat 23 Bezirks und 241 Dörfer. Die Kreisverteilung folgt die Landverteilung während der Kolonialzeit, genauso während der japanische Besatzung und weiter in den ersten Jahren nach der indonesischen Unabhängigkeit.

Lampung Timur grenzt sich in den Norden und Westen mit Lampung Mitte, östlich liegt das javanesische Meer (Laut Jawa), südlich mit den Lampung Süd. In Lampung Timer findet man einige niedrige Gebirge bis zu 200m über das Meeresspiegel. In den Osten sind große flache Gebiete, entlang den großen Flüsse Way Seputih, Way Pengubuan, Way Sekampung und Way Jepara. Der berühmtesten Naturgebiet in Lampung Timur ist Way Kambas.

Nationalpark Way Kambas

Der Way Kambas Nationalpark an der Südostküste der Provinz Lampung umfasst 1.300 km² und besteht aus Sumpfgebieten und Tieflandwäldern, die nach einer intensiven Abholzungsphase vor allem aus Sekundärwäldern besteht. In der Küstenregion umfasst der Park auch Mangrovenwälder. 1989 wurde er vorläufig, 1997 endgültig zum Nationalpark erklärt. In dem Schutzgebiet leben insbesondere noch einige Sumatra-Tiger und Sumatra-Nashörner. Für letztere gibt es ein eigenes Schutzgebiet (Sumatra Rhino Sanctuary).

Weitere Großtierarten des Gebietes sind Sumatra-Elefanten, Schabrackentapire, Malaienbären sowie Sambarhirsche. Primaten sind durch Schwarzhandgibbons, Siamangs, Schweinsaffen, Plumploris und Sunda-Koboldmakis vertreten. Unter den kleineren Raubtieren sind der Binturong, der Bänderroller und die Otterzivette erwähnenswert. In den Sümpfen trifft man Krokodile und die schmalschnauzigen, kleineren Sunda-Gaviale an. Zudem herrscht eine reiche Vogelwelt vor, die mehr als 300 Vogelarten aufweist. Dazu zählt die seltene Glanzente, welche in den Grasebenen nistet.

Im Way Kambas Nationalpark, im Süden Sumatras, gibt es noch etwa 200 freilebende Elefanten. Die Regierung des Landes sah in der Vergangenheit die einzige Lösung darin, diese „Problemelefanten“ einzufangen und in Elefanten-Camps unterzubringen. Dort erwartet die intelligenten Tiere oft ein tristes Leben ohne ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten.

Neue Projekte wurde von Welttierschutz-Organisation ins Leben gebracht. Seit neulich gibt es von Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) drei Elephant Response Units (ERUs), bestehend aus je fünf bis sechs ehemaligen Camp-Elefanten und ihren Führern, den Mahouts, durchstreifen die Grenzgebiete zwischen Nationalpark und Farmland. Treffen die zahmen Elefanten auf ihre wilden Artgenossen, drängen sie diese zunächst durch ihre ganz eigene Kommunikation zurück. Wenn das nicht hilft, werden die freilebenden Tiere mit Feuerwerk und Lärm zurück in den Wald getrieben.

Eine weitere Aufgabe der Elefanten-Teams ist es, die Lebensweise der wilden Elefanten zu beobachten und illegale Aktivitäten im Nationalpark aufzuspüren. Denn obwohl das Jagen in dem geschützten Gebiet ebenso verboten ist wie das Holzfällen und Grasschneiden, stoßen die Teams bei ihren Patrouillen regelmäßig auf illegal aufgestellte Fallen.

Mit Hilfe der Teams, der begleitenden Bildungsmaßnahmen und der guten Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort wächst mittlerweile das Verständnis der Bevölkerung für die sensiblen Dickhäuter wieder. Übergriffe und Konflikte sind seit Einführung der Patrouillen deutlich zurückgegangen.

 

Quellen:
https://id.wikipedia.org/wiki/Kabupaten_Lampung_Timur
https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Way_Kambas

Sumatran Rhino:
http://rhinos.org/where-we-work/sumatran-rhino-conservation-program/

Sumatran Elefanten:
http://welttierschutz.org/projekte/wildtiere/elefanten-indonesien/