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ERINNERN FÜR DIE ZUKUNFT

„KREUZ- UND QUERFAHRTEN DURCH INDONESIENS MARITIMEN REICHTUM“

Samstag, 6 Oktober 2018 | Um 12.45 Uhr

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Mit :

  1. Hilmar Farid, Ph.D
  2. Prof. Hermann Kulke

Wie findet Indonesien seinen eigenen Weg in einer globalisierten Welt?  

Die beiden Historiker diskutieren, an welche Traditionen Indonesien anknüpfen kann, wo die Stärken liegen und warum in der Vergangenheit so viel verloren ging von dem, was aus der Geschichte zu lernen wäre.

 

Speaker :

Hilmar Farid, Ph.D

x. Foto Hilmar Farid Ph.D

wurde am 31. Dezember 2015 zum Generaldirektor für Kultur ernannt. Auf dieses Amt wurde er ohne einen vorhergehenden Beamtenstatus berufen. Er wurde am 8. März 1968 in Bonn geboren und ist als Historiker, Aktivist und Lehrender bekannt. Sein Studium der Geschichte an der Universitas Indonesia schloss er 1993 ab.

Hilmar Farid ist sehr musikbegeistert und unterrichtete vier Jahre lang am Kunstinstitut Jakarta (IKJ). 1994 gründete er in Jakarta gemeinsam mit Künstlern, Forschern, Aktivisten und Kulturschaffenden ein kulturelles Netzwerk und gab die Zeitschrift „Media Kerja Budaya“ heraus.

Im Jahr 2002 gründete Hilmar Farid das Indonesische Institut für Sozialgeschichte und leitete dieses bis 2007. Seit 2012 ist er auch Vorsitzender der Vereinigung Perkumpulan Praxis. Er interessiert sich für Kultur und Geschichte und ist aktiv im Netzwerk Asian Regional Exchange For New Alternatives (ARENA) sowie als Redakteur für die Inter-Asia Cultural Studies Society tätig.

Darüber hinaus ist Hilmar auch als Schriftsteller tätig. Im Jahr 2012 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Kisah Tiga Patung“ (Geschichte dreier Statuen) im Verlag Indonesia Berdikari. Es folgte ein weiteres Buch mit dem Titel „Rewriting The Nation: Pramoedya and The Politics of Decolonialization.“

 


 

Prof. Hermann Kulke

Prof. em. an der Universität Kiel und einer der herausragenden Experten für Asien und die vorkoloniale Geschichte.  Zahlreiche Forschungsaufenthalte führten ihn nach Sri Lanka, Indien, Indonesien und Kambodscha. Sein besonderes Interesse gilt dabei der frühstaatlichen Entwicklung, den Regionalkulturen und den indischen Einflüssen in Südostasien. Unter anderem widmete er sich dem Königreich Srivijaya, das von Sumatra aus eine der machtvollsten Thalassokratie Südostasiens errichtete. Hermann Kulke hat nachvollziehbar gemacht, wie es Srivijaya gelang, über 500 Jahre Teile Sumatras, Javas sowie der malayischen Halbinsel zu verbinden und zeitweise den gesamte Seehandel zwischen Westasien, Indien und China zu kontrollieren.

 

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