Romo Magnis – Suseno

Der deutschstämmige Jesuitenpater Franz Magnis-Suseno, geboren als Franz Graf von Magnis und von indonesischen Freunden „Romo Magnis“ genannt, kam 1961 mit 25 Jahren nach Indonesien und setzt sich seitdem intensiv mit der indonesischen – insbesondere der javanischen – Kultur und aktuellen sozialen und politischen Geschehnissen auseinander. 1977 nahm er die indonesische Staatsbürgerschaft an und fügte seinem Namen „Suseno“ hinzu. Er beteiligt sich an der öffentlichen Diskussion und setzt sich ein für Toleranz, Demokratie, den Dialog zwischen den Religionen und Menschenrechte, wodurch er zu einer wichtigen Persönlichkeit der indonesischen Gesellschaft und Stimme in den indonesischen Medien sowie Ansprechpartner für den internationalen Dialog wurde.

Gleichzeitig ist er ein angesehener Wissenschaftler und Hochschullehrer. Er leitet die Philosophische Hochschule Driyarkara, an der Master- bzw. Magister- und inzwischen auch Promotionsstudiengänge im Fach Philosophie angeboten werden. Am bekanntesten sind seine Werke über javanische Ethik, Ethik in der Politik und seine Analysen sozialer und politischer Entwicklungen Indonesiens.

Wir von Pasar Hamburg und DIG Hamburg freuen uns außerordentlich, dass Romo Magnis der Einladung nach Hamburg gefolgt ist. So haben Sie Gelegenheit, direkt seine fest in der Tradition des indonesischen intellektuellen Diskurses verwurzelten Gedanken zu den Entwicklungen und aktuellen Geschehnissen Indonesien im Rahmen eines lebendigen Vortrag zu hören und mit ihm Ihre Fragen zu diskutieren.
LEBENSLAUF UND WISSENSCHAFTLICHE TÄTIGKEIT
PROF. DR. FRANZ MAGNIS-SUSENO SJ

Jesuitenpater Franz Magnis-Suseno ist entpflichteter Philos­ophieprofessor an der Driyarkara Hochschule und der Universitas Indonesia in Jakarta. 1936 in Schlesien geboren, trat er 1955 in den Jesuitenorden ein. 1957-60 Studium der Philosophie in Pullach. Anfang 1961 ging er nach Indonesien. Dort lernte er zunächst die javanische und dann die indonesische Sprache und war dann zwei Jahre lang Präfekt am Kanisiuskolleg der Jesuiten in Jakarta. Von 1964 bis 1968 studierte er in Yogyakarta Theologie. Kardinal Justinus Darmojuwono weihte ihn 1967 zum Priester. 1998 beauftragte ihn der indonesische Jesuitenprovizial, mit einigen anderen Mitbrüdern, in Zusammenarbeit mit den indonesischen Franziskanern, in Jakarta eine Hochschule für Philosophie aufzubauen. Sie begann ihre Tätigkeit 1969 mit acht Studenten. Heute studieren dort etwa 400 Studenten auf den Bakkalaureats-, Magister- und Doktorabschluss.

Magnis-Suseno promovierte 1973 an der Universität München mit einer Arbeit über Karl Marx. In Jakarta hielt er Vorlesungen über Ethik und politische Philosophie und war weiterhin Sekretär der Hochschule, hielt dann auch bald Vorlesungen an der Universitas Indonesia und später neun Jahre lang auch an der Katholischen Parahyangan Universität in Bandung. 1977 erlangte er die indonesische Staatsbürgerschaft und nennt sich seitdem Franz Magnis-Suseno. Nebenher hielt er Gastvorlesungen, meist über javanische Ethik, an der Hochschule für Philosophie und am Geschwister-Scholl-Institut in München und an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck. Von 1988 bis 1998 war er Rektor der Hochschule. Außerdem hielt er Gastvorlesungen in München und Innsbruck. Von 1995 bis 2005 war er Direktor des „Postgraduate Departments“ der Hochschule, das ein Magister- und Doktorstudienprogramm anbietet. Von 2008 bis 2017 war er Vorstand des Zazasan Pendidikan Driyarkar, der Stiftung, die die Hochschule unterhält. Er ist Mitglied der Indonesischen Akademie der Wissenschaften. 2002 erhielt er einen Ehrendoktor in Theologie von der Universität Luzern.

Magnis-Suseno entwickelte eine ausgedehnte Vortragstätigkeit und ist inzwischen einer der katholischen Ansprechpartner für Muslime in Indonesien. Außerdem tritt er in Fernseh-talkshows und Radiosendungen auf. Er hat bisher über 700 Artikel, davon auch viele in indonesischen Tageszeitungen, und 40 Bücher geschrieben, zum größtenteil auf Indonesisch, vorwiegend aus den Bereichen Ethik, politische Philosophie und javanische Kultur. Darunter „Normative Voraussetzungen im Denken des jungen Marx (1843-1848)“, Freiburg/München 1975; „Javanische Weisheit und Ethik“, „Neue Schwingen für Garuda. Indonesien zwischen Tradition und Moderne“, München 1989, Garuda im Aufwind. Das moderne Indonesien (Bonn 2015) und Christlicher Glaube, Mission, Muslime. Erfahrungen und Reflexionen aus Indonesien (Innsbruck/Wien 2017).

Neben anderen Auszeichnungen erhielt er 2001 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2007 den Korban Lumpur Lapindo Award von den Opfern des vermutlich durch Borungen der Firma Lapindo ausgelöstgen Schlammwulkans, sowie 2015 den Orden Bintang Mahaputera Utama vom Präsidenten der Republik Indonesia.

~ Zeitplan ~

Lasst uns für einen Moment eine “Reise” nach Indonesien machen.

Am Samstag 09. und Sonntag 10. September 2017
von 11.00 - 19.00 Uhr, in der Messehalle Hamburg

Eintrittspreise

EUR 5,00 Regulär
EUR 3,00 Ermäßigt Studenten ab 15. Lebensjahr, Schwerbehinderte

Eintritt frei für Kinder bis 15 Jahre

Nachname :

Vorname:

Email :

wie viele Tickets :

Tag:

Programm

Musik

Tänze

Ausstellungen

Workshops

Forum und Diskussion

Filmvorführungen

Buchbesprechungen

Kinderprogramm

Markt Für Kunst und Kulinarisches

Mode

Pin It on Pinterest